Kolumne

Maria und Martha

Bild Maria und Martha
Maria und Martha [Lukas 10, 38-42]
Am Faschingsonntag, den 6.3.2011 gegen 8:30 Uhr treffen sich 15 Blechbläserinnen und -bläser (davon 4 Jungbläser), um den Gottesdienst mit Taufe und Abendmahl in der Martin-Luther-Kirche musikalisch zu begleiten.

Das "Warum" ist eindeutig, denn es ist unsere Aufgabe im Gottesdienst zu musizieren. Zum "Wie" dürfen sich die Gläubigen äußern. Wir, der Posaunenchor, darf sich nicht selbst auf die Schultern hauen, nur Selbstkritik ist uns erlaubt. Das Problem war das "Was". Eine Stunde, bevor die Kirchenglocken läuteten, war noch nicht ganz klar, was genau zu spielen ist. Damit wurde von den Protagonisten Flexibilität, Konzentration, Belastbarkeit, Vom-Blatt-Spiel und entsprechender Ansatz verlangt. Hilfreich war die Anwesenheit von Simon Reichert und seinem Singkreis. Er hat als Organist die ein oder andere Choralstrophe, Intonation und die Begleitung des Abendmahles übernommen. Vielen Dank, nach dem Motto: Leben und leben lassen.

Zutreffend für uns war der Predigttext. Jesus ist zu Gast bei Maria und Martha. Martha arbeitet und müht sich, um Jesus eine gute Gastgeberin zu sein, während ihre Schwester Maria den Worten des Gastes lauscht. Damit sind wir wieder beim "Warum". Der Posaunenchor spielt nicht nur Musik, sondern auch die Rolle der Martha (nach Herrn Pfarrer Suchanek ist das die Aktio, der Zuhörer lebt die Contemplatio, theologisch betrachtet). Aber diese Aufgabe erfüllen wir von Herzen gerne, besonders bei einem Verhältnis Aktio:Contemplatio von 1:5. Für die Zukunft könnte nur das "Was" frühzeitiger bekannt sein, damit das "Wie" noch schöner wird.

Uli